Füchse Berlin verlieren 36:37 gegen Lemgo: Zehn Paraden drehen das Spiel
Die Füchse Berlin verlieren 36:37 gegen Lemgo. Zehn TBV-Paraden, 74 Prozent Trefferquote und zwei späte Zeitstrafen erklären die Wende.

Die Füchse Berlin haben am Sonntagabend erstmals in dieser Bundesliga-Saison ein Heimspiel verloren. Gegen den TBV Lemgo Lippe endete ein wechselhaftes Topspiel vor 8.525 Zuschauern mit einer 36:37-Heimniederlage. Besonders bitter: Berlin ging mit einer 19:17-Pausenführung in die Kabine und lag nach 39 Minuten sogar mit vier Toren vorn.
Wie kicksider.de unter Berufung auf den offiziellen Spielbericht der Füchse Berlin berichtet, stellte Tim Freihöfer mit 14 Toren eine persönliche Bestmarke auf. Dennoch reichte die offensive Leistung nicht, weil Lemgo im zweiten Abschnitt effizienter abschloss und auf der Torhüterposition den klareren Rückhalt hatte.
Warum Berlin trotz Vier-Tore-Vorsprung verlor
Die Füchse drehten einen schwachen Start mit mehreren Ballverlusten zunächst selbst. Lemgo führte früh 7:3, danach brachte ein Berliner 4:0-Lauf die Gastgeber zurück. Bis zur 39. Minute setzte sich das Team von Nicolej Krickau auf 24:20 ab. Genau an diesem Punkt kippte die Partie erneut.
Die offizielle Auswertung der Handball-Bundesliga zeigt den entscheidenden Unterschied: Constantin Möstl und Domenico Ebner kamen für Lemgo zusammen auf zehn Paraden, Andreas Palicka und Lasse Ludwig auf Berliner Seite nur auf fünf Paraden. Lemgo verwertete zudem 74 Prozent seiner Würfe.
Berlin hielt das Spiel vor allem über den Siebenmeterstrich offen. Zehn Strafwürfe wurden den Füchsen zugesprochen, acht davon verwandelte Freihöfer. Aus dem laufenden Spiel fehlte in der Schlussphase jedoch die gleiche Stabilität. Lemgo glich zum 31:31 aus, profitierte anschließend von zwei Berliner Zeitstrafen und ging in der Schlussminute mit 37:35 in Führung. Nils Lichtleins letzter Treffer verkürzte nur noch auf 36:37.
Was das Ergebnis für Füchse und Lemgo bedeutet
Die Niederlage ist mehr als ein knapper Ausrutscher: Schon beim 32:31-Auswärtssieg in Bietigheim hatte Berlin einen komfortablen Vorsprung beinahe verspielt. Diesmal kosteten die nachlassende Abwehrwirkung und das Torhüterduell tatsächlich beide Punkte.
Die Füchse bleiben laut den übereinstimmenden Spielberichten Tabellenviertel. Lemgo verbessert sich mit 10:6 Punkten vorerst auf Rang fünf und bestätigt, dass der Erfolg in Berlin kein Zufall war: Auch in der vergangenen Saison hatte der TBV das Auswärtsspiel in der Max-Schmeling-Halle mit einem Tor gewonnen.
Der Sportschau-Bericht bestätigt den Bruch nach der Pause. Für Berlin folgt daraus eine klare Aufgabe: Die hohe individuelle Torproduktion von Freihöfer und Mathias Gidsel muss wieder von einer stabileren Defensive und mehr Paraden begleitet werden. Sonst bleiben selbst 36 eigene Treffer zu wenig.
Archivfoto: Tim Freihöfer beim Handball-Supercup am 23. August 2025; keine Aufnahme des Spiels gegen Lemgo. Foto: Steffen Prößdorf / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; Zuschnitt und Komprimierung.
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