Füchse Berlin gewinnen 32:31 in Bietigheim: Warum Lichtleins Comeback mehr zählt als der Zittersieg
Die Füchse Berlin gewinnen 32:31 in Bietigheim. Der Vorsprung schmilzt von fünf auf ein Tor, während Nils Lichtlein nach 100 Tagen sein Comeback feiert.

Die Füchse Berlin haben bei der SG BBM Bietigheim 32:31 (20:17) gewonnen und damit ihren fünften Sieg im sechsten Bundesligaspiel geholt. Der Pokalsieger führte zwölf Minuten vor Schluss bereits 30:25, ließ den Aufsteiger aber noch einmal bis auf ein Tor herankommen.
Wie kicksider.de unter Berufung auf den offiziellen Spielplan der SG BBM Bietigheim berichtet, wurde die Partie am 3. Oktober 2026 in der EgeTrans Arena ausgetragen. Das Ergebnis brachte Berlin auf Tabellenplatz vier. Entscheidend für die Einordnung ist jedoch nicht nur der knappe Endstand, sondern auch die Belastung: Für die Füchse war es bereits das fünfte Spiel innerhalb von neun Tagen.
Warum aus einem 30:25 noch ein 32:31 wurde
Berlin setzte sich vor der Pause erstmals deutlicher ab und ging mit 20:17 in die Kabine. Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Gäste das Ergebnis zunächst. Beim Stand von 30:25 schien die Entscheidung gefallen, doch Bietigheim blieb im Spiel, während bei den Füchsen Konzentration und Tempo nachließen.
Der Fünf-Tore-Vorsprung schmolz in der Schlussphase fast vollständig. Das war weniger ein Zeichen dafür, dass Berlin die Partie über 60 Minuten nicht im Griff hatte, als ein Hinweis auf die fehlende Stabilität unter hoher Belastung. Bietigheims Torhüter Martin Tomovski erschwerte den Favoriten den Abend zusätzlich und verhinderte mehrfach, dass sich die Füchse früher absetzen konnten.
Matthes Langhoff war mit sieben Treffern Berlins bester Werfer. Tim Freihöfer, Mathias Gidsel und Tobias Grøndahl erzielten jeweils sechs Tore. Gidsel kehrte nach zwei verpassten Spielen bei der Klub-WM zurück, nachdem ihn ein schmerzhafter Pferdekuss ausgebremst hatte. Wer die Rollen im Rückraum und am Kreis besser einordnen möchte, findet im Kicksider-Ratgeber zu den Positionen im Handball die taktischen Grundlagen.
Nils Lichtleins Comeback ist der größere Gewinn
Das wichtigste Personalereignis des Abends war die Rückkehr von Nils Lichtlein. Der deutsche Nationalspieler kam nach einer Fußoperation und rund 100 Tagen Pause wieder zum Einsatz. Sein Comeback erweitert die Optionen im Berliner Rückraum, auch wenn die Einsatzzeit in Bietigheim noch nicht als Beleg für vollständige Wettkampfhärte verstanden werden sollte.
Für Trainer Nicolej Krickau liegt die praktische Bedeutung darin, die Spielsteuerung wieder auf mehr Schultern verteilen zu können. Gerade nach einer Phase mit fünf Partien in neun Tagen ist das mehr als eine Randnotiz. Die Füchse müssen bereits am 8. Oktober in der Champions League gegen den FC Porto antreten und empfangen drei Tage später den TBV Lemgo Lippe in der Bundesliga.
Der 32:31-Sieg liefert deshalb zwei unterschiedliche Signale: Berlin kann enge Spiele trotz Müdigkeit gewinnen, darf aber eine Fünf-Tore-Führung nicht noch einmal so leicht preisgeben. Für Bietigheim bleibt trotz der Niederlage der Nachweis, einen Favoriten bis zur letzten Minute unter Druck setzen zu können. Die Sportschau bestätigte den offenen Spielverlauf bis zum Schluss.
Wer die Länge einer Partie, Zeitstrafen und die Besonderheiten der Schlussphase nachvollziehen möchte, kann ergänzend die Kicksider-Erklärung zu den Handballregeln lesen. Für die Tabelle zählen zwei Punkte, für die weitere Saison aber vor allem Lichtleins Belastbarkeit und die Frage, ob Berlin die Schlussminuten nach dem engen Programm wieder kontrollierter gestalten kann.
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