RB Leipzig schlägt Frankfurt 6:0: Nkunku-Hattrick verschärft Eintrachts Krise
RB Leipzig zerlegt Eintracht Frankfurt 6:0. Nkunku trifft dreimal, ein Traumstart entscheidet die Partie – und das Ergebnis hat eine besondere Vorgeschichte.

RB Leipzig hat Eintracht Frankfurt am Samstagabend mit 6:0 (4:0) geschlagen und damit das auffälligste Ergebnis des fünften Bundesliga-Spieltags geliefert. Ezechiel Banzuzi traf bereits in der ersten Minute, Christopher Nkunku folgte in der 5., 41. und 44. Minute. Nach der Pause erhöhten Antonio Nusa (54.) und Tidiam Gomis (89.).
Wie kicksider.de anhand des offiziellen Bundesliga-Livetickers und des Frankfurter Spielberichts einordnet, war es nicht nur ein hoher Sieg. Leipzig entschied die Partie durch einen Traumstart, konsequentes Nachsetzen und eine außergewöhnlich effektive Schlussphase der ersten Halbzeit. Für Frankfurt ist das Ergebnis doppelt bitter: Schon in der Hinrunde der Vorsaison hatte die Eintracht in Leipzig 0:6 verloren.
Nkunku entscheidet das Spiel schon vor der Pause
Das 1:0 in der ersten Minute gab Leipzig sofort Kontrolle. Frankfurt musste früh öffnen, doch die Gastgeber ließen den Gegner kaum in eine stabile Ordnung kommen. Nur vier Minuten später erhöhte Nkunku auf 2:0. Damit war die geplante Frankfurter Anfangsphase praktisch beendet, bevor sich das Spiel beruhigen konnte.
Der entscheidende Abschnitt folgte unmittelbar vor der Pause. Nkunku traf in der 41. und 44. Minute erneut und komplettierte damit einen Hattrick innerhalb von 39 Minuten. Der Abstand zwischen seinen Treffern zwei und drei machte deutlich, wie wenig Zugriff Frankfurt in dieser Phase hatte. Leipzig gewann zweite Bälle, besetzte die Räume vor dem Strafraum schneller und nutzte Ballverluste des Gegners ohne Umwege.
Der offizielle Bundesliga-Liveticker wählte Nkunku zum Spieler des Spiels. Das passt nicht nur wegen seiner Tore: Er verband Leipzigs Angriffe, tauchte in unterschiedlichen Zonen auf und zwang Frankfurts Defensivlinie immer wieder zu Entscheidungen unter Zeitdruck. Wer den jüngsten Leipziger Weg unter Martin Demichelis einordnen möchte, findet bei Kicksider auch die Hintergründe zum Besuch von Roger Schmidt bei RB Leipzig.
Frankfurts Wechsel ändern das Muster nicht
Die Eintracht reagierte zur Pause personell, doch Leipzig blieb nach Wiederbeginn aggressiv. Nusa erzielte in der 54. Minute das 5:0. Spätestens damit ging es für Frankfurt nicht mehr um eine Aufholjagd, sondern um Schadensbegrenzung. Dass Gomis kurz vor Schluss noch das sechste Tor nachlegte, verschärfte den Eindruck eines Abends, an dem die Gäste keine nachhaltige Stabilität fanden.
Die Formation allein erklärt das Resultat nicht. Leipzig begann im 4-2-3-1, Frankfurt im 4-4-2. Entscheidend war vielmehr, dass RB nach Ballgewinnen schneller in gefährliche Räume kam und Frankfurt seine wenigen Entlastungsphasen nicht nutzte. Leipzigs Torwart Maarten Vandevoordt musste zwar eingreifen, doch die Eintracht konnte daraus keinen Umschwung erzeugen. Der frühe Rückstand veränderte jede weitere Spielphase.
Warum dieses 0:6 besonders schwer wiegt
Ein einzelner Kantersieg kann durch Spielverlauf und Effizienz verstärkt werden. Die Wiederholung des 0:6 aus dem vorherigen Leipziger Heimduell macht Frankfurts Niederlage jedoch strukturell brisanter. Wieder verlor die Eintracht in diesem Stadion früh die Kontrolle, wieder blieb eine Reaktion im Ergebnis unsichtbar. Das ist keine Behauptung über eine dauerhafte Krise, aber ein klarer Prüfstein für die kommenden Tage.
Für Leipzig ist der Abend dagegen ein starkes Signal. Das Team zeigte, dass es nicht nur knappe Spiele verwalten, sondern einen angeschlagenen Gegner konsequent bestrafen kann. In der vorläufigen Tabelle rückte RB nach Angaben der dpa auf Rang fünf, Frankfurt fiel auf Platz 13. Weil der Spieltag noch nicht vollständig abgeschlossen war, können sich diese Positionen allerdings noch verändern.
Die wichtigste Folge liegt deshalb weniger in der Momentaufnahme der Tabelle als in der Dynamik: Leipzig gewinnt Selbstvertrauen und Anschluss, während Frankfurt eine schwere Auswärtsniederlage sportlich und mental verarbeiten muss. Zum Vergleich mit einem positiven Frankfurter Auftritt vor der Saison bietet sich der Kicksider-Bericht über das 4:0 gegen Braunschweig an. Der Kontrast zeigt, wie stark sich Intensität und Fehlerfolgen gegen einen Bundesligisten verändern.
Archivbild und Fotokredit: Red Bull Arena in Leipzig, aufgenommen am 28. Dezember 2024. Foto: Alexander Rumpel / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; für die Webnutzung zugeschnitten und komprimiert.
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