Georg Hack ist tot: Der deutsche Speedway verliert eine prägende Figur
Georg Hack ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Der frühere Speedway-WM-Finalist prägte den AC Landshut später auch als Trainer, Teamchef und Mentor.

Der deutsche Bahnsport trauert um Georg „Schorsch“ Hack. Der frühere Speedway- und Langbahnfahrer ist nach Angaben seines Heimatvereins AC Landshut am 2. November im Alter von 76 Jahren gestorben. Eine Todesursache wurde nicht veröffentlicht.
Wie kicksider.de unter Berufung auf die offizielle Mitteilung des AC Landshut Devils berichtet, war Hack für den Verein weit mehr als ein früherer Spitzenfahrer: Er arbeitete später als Trainer der ersten Mannschaft, betreute den Nachwuchs und gehörte dem Vorstand an. Die Nachricht wurde von Speedweek unabhängig bestätigt.
Zwei Team-WM-Medaillen – und ein Einzel-WM-Finale
Hacks größte internationale Erfolge kamen mit der westdeutschen Mannschaft. 1981 gewann das Team in Olching Bronze, 1982 folgte eine weitere Bronzemedaille in London. Im selben Jahr erreichte Hack das Speedway-Einzel-WM-Finale im Los Angeles Memorial Coliseum und belegte dort Rang elf. Hinzu kamen acht Teilnahmen an Langbahn-WM-Finals; sein bestes Ergebnis in dieser Disziplin war Platz fünf.
Diese Trennung ist wichtig: Die beiden WM-Medaillen waren Mannschaftserfolge, während das Finale in Los Angeles seinen bedeutendsten Einzelauftritt auf der kurzen Bahn markierte. In einer Karriere ohne großen Einzeltitel blieb Hack dennoch über Jahre international präsent. Der Beiname „Bretter-Schorsch“ stand für seinen kompromisslosen Fahrstil an der Außenlinie.
Warum Hack für Landshut mehr als ein Fahrer blieb
Seine Bedeutung endete nicht mit dem letzten Rennen. Hack gab Technik, Taktik und Erfahrung an jüngere Fahrer weiter und prägte damit den AC Landshut über mehrere Generationen. Der Verein würdigte ihn als Mentor und treibende Kraft. Auch als Teamchef der deutschen Speedway-Nationalmannschaft blieb er dem Bahnsport verbunden.
Damit unterscheidet sich sein Vermächtnis von einer reinen Medaillenbilanz: Hack stand zugleich für die internationale Hochphase des westdeutschen Speedways zu Beginn der 1980er-Jahre und für die lokale Nachwuchsarbeit danach. Einen ähnlichen Verlust für den Bahnsport hatte kicksider.de zuletzt beim Tod des niederländischen Langbahn-Weltmeisters Romano Hummel eingeordnet.
Das verwendete Titelbild zeigt nicht Georg Hack und nicht das aktuelle Ereignis, sondern ein historisches Speedway-Motorrad als Archivmotiv. Foto: Craig Howell/Wikimedia Commons, Lizenz CC BY 2.0; für das Querformat zugeschnitten.
Hacks sportliche Bilanz bleibt klar: zwei Team-WM-Bronzemedaillen, ein Einzel-WM-Finale und eine lange zweite Laufbahn als Trainer, Funktionär und Mentor in Landshut.
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