Ohne Gnabry nach Griechenland: Was sich für Klopps DFB-Team ändert
Serge Gnabry reist nicht mit zum Nations-League-Rückspiel nach Griechenland. Welche Fakten feststehen und welche Optionen Jürgen Klopp im 23er-Kader hat.

Die deutsche Nationalmannschaft reist ohne Serge Gnabry zum Nations-League-Rückspiel nach Griechenland. Der DFB bestätigte am Samstag, dass der Offensivspieler bereits am Freitagnachmittag aus dem Teamquartier in Herzogenaurach abgereist und nach München zurückgekehrt ist. Einen Grund für die Abreise nannte der Verband zunächst nicht.
Wie die Redaktion von Sportmedium kicksider.de berichtet, verändert die Personalie vor allem die Verteilung der offensiven Rollen. Gnabry war der einzige deutsche Spieler mit Einsätzen in allen drei bisherigen Nations-League-Partien und führte die Auswahl beim 2:0 gegen Serbien erstmals als Kapitän aufs Feld.
Warum Gnabrys Abreise nicht mit einer Diagnose verwechselt werden darf
Der aktuelle Team-Ticker des DFB bestätigt die Abreise, enthält aber bis zur redaktionellen Prüfung keine medizinische Diagnose und keine disziplinarische Begründung. Deshalb wäre es falsch, automatisch von einer Verletzung oder einer Schonungsmaßnahme zu sprechen. Sicher ist nur: Gnabry gehört nicht zur Reisegruppe für Thessaloniki.
Das DFB-Team absolviert sein Abschlusstraining am Samstag um 10.30 Uhr noch in Herzogenaurach und fliegt anschließend nach Griechenland. Wegen der UEFA-Vorgaben reist eine Gruppe von 23 Spielern. Für die Offensive stehen im gemeldeten Kader unter anderem Florian Wirtz, Tom Bischof, Said El Mala, Derry Scherhant, Jonathan Burkardt und Nick Woltemade. Eine Startelf oder ein direkter Gnabry-Ersatz ist damit noch nicht bestätigt.
Welche Optionen Klopp gegen Griechenland hat
Gegen Serbien setzte Jürgen Klopp nach der 0:1-Niederlage im ersten Duell mit Griechenland auf eine komplett veränderte Anfangsformation. Reuters bestätigte beim 2:0 in München die Debüts von Jonas Urbig und Derry Scherhant sowie die Treffer von Tom Bischof und Florian Wirtz. Der Erfolg liefert aber keinen Beleg dafür, dass Klopp dieselbe Elf erneut aufstellt.
Ohne Gnabry sind drei Grundvarianten denkbar: ein Flügelspieler übernimmt seine Breite, Wirtz rückt stärker in einen Halbraum oder Klopp stellt die erste Pressinglinie mit Burkardt und Woltemade neu zusammen. Das sind taktische Möglichkeiten, keine durch den Trainer verkündete Entscheidung. Entscheidend wird sein, ob Deutschland das intensive Gegenpressing aus dem Serbien-Spiel auch auswärts kontrolliert. kicksider.de hat bereits analysiert, warum Bischofs Tor und das gemeinsame Anlaufen gegen Serbien funktionierten.
Wann Deutschland in Thessaloniki spielt
Das Rückspiel gegen den Tabellenführer Griechenland beginnt am Sonntag, 4. Oktober, um 20.45 Uhr MESZ im Toumba-Stadion. RTL überträgt live. Nach DFB-Angaben begleiten 1400 deutsche Fans die Mannschaft; das komplette Gästekontingent für das rund 28.000 Zuschauer fassende Stadion wurde ausgeschöpft. Deutschland trifft damit innerhalb einer Woche zum zweiten Mal auf denselben Gegner, diesmal jedoch auswärts und mit einem deutlich veränderten Kader.
Die offizielle Abschlusspressekonferenz mit Klopp und Aleksandar Pavlović ist für Samstag um 18.15 Uhr deutscher Zeit angekündigt. Der DFB verweist auf DFB.TV und YouTube, veröffentlichte im Ticker zum Prüfzeitpunkt aber noch keinen stabilen direkten Video-Link. Deshalb wird hier kein unbestätigtes Embed eingesetzt. Neue Aussagen zur Aufstellung müssen bis dahin als offen gelten.
Der belastbare Kern vor dem Rückspiel ist damit klar: Gnabry fehlt, die Reisegruppe umfasst 23 Spieler, der Anstoß erfolgt um 20.45 Uhr MESZ und Griechenland führt die Gruppe an. Alles Weitere – insbesondere die genaue offensive Besetzung – entscheidet Klopp erst nach Abschlusstraining und Pressekonferenz.
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