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Fußball

Freiburg schlägt Schalke 2:1 in Unterzahl: Joker Gotō köpft den SC an die Spitze

Der SC Freiburg gewinnt trotz Unterzahl 2:1 gegen Schalke. Joker Keisuke Gotō trifft nach Grifo-Flanke und schießt den SC an die Bundesliga-Spitze.

Europa-Park Stadion in Freiburg – Archivaufnahme von 2021
Foto: Andreas Schwarzkopf / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Archivaufnahme vom 17. Oktober 2021; zugeschnitten.

Der SC Freiburg hat den FC Schalke 04 mit 2:1 besiegt und zum Abschluss des fünften Bundesliga-Spieltags die Tabellenführung übernommen. Keisuke Gotō köpfte den Siegtreffer in der 85. Minute – obwohl Freiburg seit der Gelb-Roten Karte gegen Yuito Suzuki in Unterzahl spielte.

Wie die Redaktion von kicksider.de nach Abgleich mit dem offiziellen Bundesliga-Liveticker und dem unabhängigen dpa-Bericht bei WELT berichtet, war die entscheidende Szene das Ergebnis zweier Freiburger Wechsel: Vincenzo Grifo bereitete vor, Gotō vollendete.

Freiburgs Standards prägen beide Halbzeiten

Maximilian Eggestein brachte die Gastgeber in der zehnten Minute in Führung. Nach einer Ecke von Derry Scherhant scheiterte Matthias Ginter zunächst per Kopf an Loris Karius, Eggestein verwertete den Abpraller aus kurzer Distanz. Für Schalke war es das erste Gegentor der Saison nach einer Standardsituation.

Auch der Ausgleich entstand nach einem ruhenden Ball. Freiburgs Torhüter Mio Backhaus faustete eine Ecke von Robin Gosens nicht weit genug weg. Adrian Gantenbein traf bei seinem Bundesliga-Debüt in der 30. Minute mit einem abgefälschten Schuss zum 1:1. Zur Pause war das Spiel offen, obwohl Freiburg den besseren Start erwischt hatte.

Nach dem Seitenwechsel wurde Schalke gefährlicher. Maximilian Wöbers Kopfball landete nach einer Rettungsaktion von Igor Matanović an der Latte. Kurz darauf sah Suzuki in der 64. Minute Gelb-Rot, nachdem er Soufiane El-Faouzi auf den Fuß gestiegen war. Die erste Verwarnung hatte er wegen Ballwegschlagens erhalten. Schalke spielte fast eine halbe Stunde in Überzahl, konnte daraus aber keinen zweiten Treffer machen.

Warum Schusters Wechsel den Tabellenführer hervorbrachten

Julian Schuster reagierte direkt auf den Platzverweis und stabilisierte seine Mannschaft zunächst mit Lucas Höler. Bereits in der 69. Minute kam Gotō für Yannik Engelhardt. Vierzehn Minuten später schickte der Trainer Grifo auf den Platz. In der 85. Minute flankte der Italiener von links, Gotō setzte sich im Strafraum durch und köpfte ins lange Eck.

Damit waren Vorlagengeber und Torschütze beide eingewechselt. Für Gotō war es nach Angaben der Bundesliga zugleich der erste Torschuss und das erste Tor seiner Bundesliga-Karriere. Der Sieg zeigt deshalb mehr als nur Freiburger Effizienz: Schuster hielt seine Mannschaft trotz Unterzahl offensiv handlungsfähig und setzte die entscheidenden Optionen gestaffelt ein.

Die unmittelbare Folge ist eindeutig. Freiburg beendet den fünften Spieltag an der Tabellenspitze und zog an Borussia Dortmund sowie dem FC Bayern vorbei. Schalke dagegen verpasste trotz numerischer Überlegenheit die Chance auf einen Auswärtspunkt. Besonders bitter: Der Aufsteiger hatte sich nach schwachem Beginn in die Partie gearbeitet, fand gegen zehn Freiburger aber keinen Abschluss, der Backhaus noch einmal ernsthaft prüfen konnte.

Gotōs 2:1 war ein Sieg der Bank: Grifo kam zwei Minuten vor der Vorbereitung ins Spiel, Gotō hatte bereits die Zielposition im Strafraum besetzt. Diese Kombination entschied ein Spiel, in dem Freiburg nach der Roten Karte eigentlich nur noch den Punkt hätte verteidigen können.

Titelfoto: Andreas Schwarzkopf / Wikimedia Commons, Archivaufnahme vom 17. Oktober 2021, Lizenz CC BY-SA 4.0. Das Bild wurde für das Titelbild zugeschnitten und zeigt nicht das Spiel vom 11. Oktober 2026.

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