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Bayern gewinnt 3:1 in Freiburg: Olise bestraft das späte Risiko

Bayern gewinnt 3:1 in Freiburg. Warum Urbig, das aberkannte Boey-Tor und Olises später Treffer die turbulente Schlussphase entschieden.

Lennart Karl mit Spielern des FC Bayern nach einem Testspiel im Januar 2026
Archivfoto: Lennart Karl beim Testspiel Salzburg gegen Bayern am 6. Januar 2026. Foto: Werner100359 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Der FC Bayern München hat das Bundesliga-Auswärtsspiel beim SC Freiburg mit 3:1 gewonnen. Dayot Upamecano brachte die Gäste in der 16. Minute in Führung, Serge Gnabry erhöhte kurz vor der Pause auf 2:0. Nach Tom Bischofs Eigentor in der 82. Minute wurde es noch einmal eng, ehe Michael Olise in der fünften Minute der Nachspielzeit das leere Tor traf.

Wie die Redaktion von Sportmedium kicksider.de anhand des offiziellen Bundesliga-Spielberichts geprüft hat, erzählt der Endstand nur einen Teil der Geschichte: Bayern kontrollierte lange Zeit Ergebnis und Räume, musste nach dem Anschlusstreffer aber mehrere brenzlige Minuten überstehen. Erst Olises Treffer beendete die Freiburger Schlussoffensive.

Upamecano startet den Konter selbst

Das 1:0 war ungewöhnlich, weil Innenverteidiger Upamecano den Angriff am eigenen Strafraum selbst einleitete. Nach einem Doppelpass mit Olise lief er bis in den gegnerischen Strafraum und schloss gegen Mio Backhaus ab. Der Treffer fiel nicht aus langem Ballbesitz, sondern aus einer schnellen Umschaltbewegung — ein Hinweis darauf, wie Bayern die offenen Räume hinter Freiburgs erster Pressinglinie nutzte.

Gnabry sorgte in der 42. Minute für den zweiten Treffer. Nathaniel Brown spielte den Ball zurück in den Lauf des Angreifers, der Backhaus aus kurzer Distanz überwand. Für Gnabry war es laut Bundesliga der 100. Treffer in der deutschen Eliteklasse. Die 2:0-Pausenführung beruhte vor allem auf Effizienz: Freiburg hatte Phasen mit Ballbesitz, brachte Jonas Urbig im ersten Durchgang aber kaum ernsthaft in Bedrängnis.

Bayern trat ohne mehrere Stammkräfte an. Auf der Bank führte Aaron Danks die Mannschaft, nachdem der Klub den Ausfall von Vincent Kompany bestätigt hatte. Die Hintergründe und die offiziell belegten Angaben zum Trainerteam hat kicksider.de in einem separaten Bericht zu Kompany und seiner Vertretung zusammengefasst. Auch die vorangegangene Personalsituation um Luis Díaz war bereits vor dem Spiel transparent dokumentiert worden.

Bischofs Eigentor verändert die Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel blieb Bayern zunächst gefährlicher. Backhaus parierte gegen Ismael Saibari und Harry Kane, während Freiburg erst durch die Einwechslungen mehr Präsenz im Strafraum entwickelte. In der 82. Minute lenkte Bischof eine flache Hereingabe von Vincenzo Grifo ins eigene Tor. Aus einem kontrollierten 2:0 wurde binnen Sekunden ein offenes Spiel.

Freiburg schob nun fast die gesamte Mannschaft nach vorn. Sacha Boey glaubte in der 89. Minute, den alten Abstand wiederhergestellt zu haben, doch der Treffer wurde wegen Abseits aberkannt. Kurz darauf köpfte Matthias Ginter nach einer Ecke Richtung oberes Eck. Urbig verhinderte mit einer starken Parade den Ausgleich. Dieser Moment war mindestens so wichtig wie ein weiterer Bayern-Treffer: Der Ersatztorhüter sicherte die Führung unter maximalem Druck.

In der 95. Minute ging auch Freiburgs Torhüter weit aus seinem Tor. Backhaus verlor den Ball, Olise erkannte die Situation und schob aus großer Distanz ins verwaiste Gehäuse. Das 3:1 war die direkte Folge des Freiburger Risikos, nicht Ausdruck einer durchgehend klaren zweiten Hälfte.

Was der Sieg für die Tabelle bedeutet

Mit dem Erfolg steht Bayern nach sieben Spielen bei 17 Punkten und übernimmt aufgrund der besseren Tordifferenz wieder Platz eins vor Borussia Dortmund, das ebenfalls 17 Zähler hat. Freiburg bleibt bei 13 Punkten und rutscht hinter den punktgleichen Konkurrenten. Die frühe Saisonphase erlaubt noch keine endgültigen Urteile, doch Bayerns Antwort auf die personellen Ausfälle ist sportlich relevant.

Für Freiburg ist die Niederlage besonders bitter, weil die Mannschaft nach dem 1:2 tatsächlich am Ausgleich war. Zugleich zeigte die Partie eine klare Grenze: Wer gegen Bayern in der Schlussphase vollständig öffnet, gewinnt Zugriff im gegnerischen Strafraum, lässt aber Räume für einen letzten Gegenstoß. Olises Tor machte genau diesen Zielkonflikt sichtbar.

Ein aktueller, eindeutig verifizierbarer offizieller Einzelpost von Klub oder Liga zum Endstand war zum Prüfzeitpunkt noch nicht auffindbar; deshalb wurde kein Social-Media-Link als vermeintlicher Embed eingefügt.

Archivfoto: Lennart Karl mit Spielern des FC Bayern bei einem Testspiel gegen Salzburg am 6. Januar 2026. Das Bild zeigt nicht die Partie in Freiburg. Foto: Werner100359 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

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