Deutschland schlägt Australien 3:1: Mahmutovic besteht dritten DFB-Test
Ena Mahmutovic steht beim deutschen 3:1 gegen Australien im Tor. Ihr drittes Länderspiel liefert neue Hinweise für den offenen Konkurrenzkampf.

Deutschland hat Australien mit 3:1 besiegt und dabei im Tor eine aufschlussreiche Personalentscheidung getroffen: Ena Mahmutovic begann anstelle von Ann-Katrin Berger. Für die 22-Jährige vom FC Bayern war es erst das dritte A-Länderspiel – und damit ein weiterer Test auf dem Weg zu einer größeren Rolle in der Nationalmannschaft.
Wie kicksider.de unter Berufung auf die offizielle DFB-Aufstellung berichtet, setzte Bundestrainer Christian Wück gegen Australien von Beginn an auf Mahmutovic. Die Sportschau-Ergebnisübersicht bestätigte den Endstand von 3:1 nach einer 2:1-Führung zur Pause. Wer vor dem Spiel wissen wollte, welche Ausfälle das deutsche Team kompensieren musste, findet dazu auch die Kicksider-Übersicht zur Personallage gegen Australien.
Mahmutovic sammelt Spielpraxis im DFB-Tor
Der Einsatz hatte mehr Gewicht als ein gewöhnlicher Wechsel zwischen den Pfosten. Nach Angaben des NDR war es Mahmutovics dritter Auftritt für die A-Nationalmannschaft. Die Partie gegen den WM-Halbfinalisten von 2023 bot ihr damit eine deutlich anspruchsvollere Bühne als eine kurze Einwechslung oder ein Test ohne ernsthaften Gegnerdruck.
Mahmutovic ist im DFB-Tor längst mehr als eine Perspektivspielerin. Beim FC Bayern hat sie sich als Stammtorhüterin etabliert; der Verein verlängerte ihren Vertrag vorzeitig bis 2029. Diese Ausgangslage erklärt, weshalb jeder Startelfeinsatz im Nationalteam genau beobachtet wird. Zugleich wäre es voreilig, aus einem einzigen Spiel eine feste Rangfolge abzuleiten. Berger fehlte gegen Australien, und Mahmutovic selbst hatte vor der Partie keine öffentliche Kampfansage um den Stammplatz formuliert.
Was der 3:1-Sieg für das Spiel gegen Japan bedeutet
Der Erfolg verschafft dem DFB-Team zunächst sportliche Ruhe, löst die Nummer-eins-Frage aber nicht automatisch. Entscheidend ist vielmehr, dass Wück nun aktuelles Spielmaterial von Mahmutovic unter Druck besitzt. Für die Torhüterinnen-Planung ist das wertvoller als jede theoretische Debatte: Erst über mehrere Einsätze lässt sich beurteilen, wer Spielaufbau, Raumverteidigung und Strafraumkontrolle am konstantesten verbindet.
Schon am Dienstag, 13. Oktober, folgt um 17.45 Uhr in Bremen der nächste Vergleich gegen Japan. Ob Mahmutovic erneut beginnt oder Wück eine weitere Torhüterin testet, war nach dem Australien-Spiel nicht bestätigt. Auch deshalb bleibt der Konkurrenzkampf offen. Die Partie bietet außerdem weiteren jungen Spielerinnen eine Bühne; dazu gehört Lisa Baum, deren DFB-Debüt und Wechsel zu Arsenal zuletzt besondere Aufmerksamkeit erhielten.
Das belastbare Fazit lautet daher: Mahmutovic hat mit ihrem dritten Länderspiel einen weiteren wichtigen Erfahrungswert gesammelt, während Deutschland den ersten Test des Lehrgangs gewann. Eine dauerhafte Wachablösung lässt sich daraus noch nicht ableiten – wohl aber ein deutlich breiterer Wettbewerb auf einer Schlüsselposition.
Archivfoto: Ena Mahmutovic beim DFB-Media-Day 2023. Foto: Steffen Prößdorf/Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; zugeschnitten.
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