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Motorsport

Romano Hummel ist mit 27 Jahren gestorben: KNMV würdigt Longtrack-Weltmeister

Der niederländische Longtrack-Weltmeister Romano Hummel ist im Alter von 27 Jahren gestorben. KNMV, FIM-Erfolge und seine Bedeutung für den Bahnsport.

Leere Langbahn mit Speedway-Motorrad als Symbolbild zum Tod von Romano Hummel
Symbolbild: KI-generierte Illustration einer leeren Langbahn; kein dokumentarisches Foto.

Der niederländische Bahnsportler Romano Hummel ist im Alter von 27 Jahren gestorben. Das bestätigte der nationale Motorradverband KNMV am 22. Oktober 2026 in einem Nachruf. Der Verband würdigte ihn als außergewöhnlichen Fahrer und erinnerte zugleich an den Menschen hinter den Titeln.

Wie kicksider.de unter Berufung auf den offiziellen Nachruf der KNMV berichtet, wurde Hummel nur 27 Jahre alt. Der Verband nennt keine näheren Umstände seines Todes. Deshalb beschränkt sich dieser Bericht auf bestätigte Angaben und verzichtet auf Spekulationen. Romano Hummel gehörte zu den erfolgreichsten niederländischen Fahrern auf Lang- und Grasbahnen.

Welche Titel Romano Hummels sportliche Bedeutung zeigen

Hummels größter Einzelerfolg war der Gewinn der Longtrack-Weltmeisterschaft 2021. Zwei Jahre später führte er die Niederlande zum Team-WM-Titel. Die Fédération Internationale de Motocyclisme hielt damals fest, dass Hummel alle sechs Vorläufe gewann und im Finale vom dritten auf den ersten Platz fuhr. Sieben Rennsiege an einem Tag machten ihn zur Schlüsselfigur des niederländischen WM-Erfolgs.

Auf der Grasbahn gewann Hummel drei Europameistertitel. Den dritten holte er Ende August 2026 in Aduard. Nur einen Monat später feierte er mit TeamNL in Roden noch einmal einen internationalen Titel. Der KNMV bezeichnete diesen letzten Erfolg als besonders prägend für die Erinnerung an seine Laufbahn.

Longtrack und Grasbahn werden oft gemeinsam genannt, sind aber nicht identisch. Beide Disziplinen werden auf ovalen Naturbahnen ausgetragen, unterscheiden sich jedoch unter anderem durch Untergrund, Streckenlänge und Fahrwerksabstimmung. Hummels Fähigkeit, auf beiden Varianten auf höchstem Niveau zu gewinnen, erklärt, warum sein Name weit über die Niederlande hinaus bekannt war. Weltmeister im Longtrack und dreimaliger Europameister auf der Grasbahn ist eine in dieser Kombination seltene Bilanz.

Warum Hummel auch für den deutschen Bahnsport wichtig war

Für das deutsche Publikum war Hummel nicht nur ein internationaler Gegner. Nach seinem Comeback fuhr er ab 2025 als Clubfahrer für den MSC Berghaupten. Sein Weg führte zudem über Rennen in Vechta, Werlte und andere deutsche Bahnsportzentren. Damit war er eng mit einer Szene verbunden, die abseits von Formel 1 und MotoGP vergleichsweise wenig mediale Aufmerksamkeit erhält.

Ende August hatte Hummel nach seinem dritten EM-Titel angekündigt, die Karriere nach den verbleibenden Saisonrennen zu beenden. Gegenüber Speedweek begründete er die Entscheidung mit persönlichen Prioritäten und dem Wunsch, mehr Zeit mit seinen Kindern zu verbringen. Diese frühere Aussage sollte nicht nachträglich gedeutet werden. Bestätigt ist nur, dass er seine aktive Laufbahn 2026 beenden wollte.

Der KNMV erinnerte in seinem Nachruf auch an Hummels unverwechselbaren Fahrstil und seine offene Art im Fahrerlager. Die Startnummer 666, die er über Jahre trug, soll nach Angaben des Verbands nicht mehr vergeben werden. Das ist im Bahnsport eine ungewöhnliche, aber klare Form des Gedenkens.

Für die Motorsport-Berichterstattung bei Kicksider bleibt vor allem die sportliche Einordnung: Hummel gewann in einer spezialisierten, technisch anspruchsvollen Disziplin auf Welt- und Europaniveau. Seine Titel von 2021, 2023 und 2026 bilden die wichtigsten Fixpunkte seiner Karriere. Zugleich steht jetzt die Anteilnahme für seine Familie, Freunde, Teamkollegen und die internationale Bahnsportgemeinschaft im Vordergrund.

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