Pinheiro Braathen gewinnt in Sölden – Fabian Gratz wird starker Sechster
Lucas Pinheiro Braathen gewinnt den Riesenslalom in Sölden. Fabian Gratz wird starker Sechster und liegt nur 0,46 Sekunden hinter dem Podium.

Lucas Pinheiro Braathen hat den Riesenslalom-Auftakt in Sölden gewonnen. Der für Brasilien startende Olympiasieger setzte sich in 1:44,72 Minuten vor Loïc Meillard und Marco Odermatt durch. Aus deutscher Sicht lieferte Fabian Gratz mit Rang sechs das stärkste Ergebnis.
Wie kicksider.de nach Auswertung der offiziellen Ergebnisliste der FIS berichtet, lag Meillard 0,48 Sekunden hinter dem Sieger, Odermatt folgte mit 0,49 Sekunden Rückstand. Fabian Gratz fehlten als Sechstem 0,95 Sekunden auf Braathen. Damit startete der Deutsche deutlich näher an der absoluten Spitze in die neue Weltcup-Saison, als der bloße sechste Platz vermuten lässt.
Gratz liegt nur 0,46 Sekunden hinter dem Podium
Die entscheidende Einordnung liefert der Vergleich der Zeitabstände: Gratz trennte nur eine Zehntelsekunde von Raphael Haaser auf Rang fünf und 0,13 Sekunden vom Viertplatzierten River Radamus. Bis zu Odermatts drittem Platz fehlten 0,46 Sekunden. Der Deutsche war also im engen Verfolgerfeld voll konkurrenzfähig, ohne dass daraus bereits ein Podestanspruch für die kommenden Rennen abgeleitet werden sollte.
Gratz knüpfte damit an seine beste Platzierung der Vorsaison an. Die Sportschau hatte vor dem Auftakt auf seinen fünften Platz in Alta Badia sowie auf eine überstandene Reizung der Patellasehne hingewiesen. Das Resultat von Sölden ist deshalb auch körperlich ein ermutigendes Signal. Gratz war der beste deutsche Starter des Tages.
Anton Grammel belegte mit 1,54 Sekunden Rückstand Rang 15, Alexander Schmid wurde mit 1,78 Sekunden Rückstand 21. Jonas Stockinger verpasste den zweiten Durchgang. Das ergibt ein gemischtes Teambild: ein Fahrer in den Top Sechs, zwei weitere in den Punkterängen, aber noch keine breite Präsenz in der Spitzengruppe.
Braathen setzt gegen Meillard und Odermatt das erste Zeichen
Für Braathen war der Erfolg mehr als ein einzelner Tagessieg. Der 26-Jährige vertritt Brasilien und geht nach dem Gewinn des Riesenslalom-Olympiagolds 2026 sowie der kleinen Kristallkugel der Vorsaison als einer der Maßstäbe der Disziplin in den Winter. Reuters hatte diese Ausgangslage vor dem Rennen beschrieben. In Sölden bestätigte Braathen seine Favoritenrolle unmittelbar.
Besonders knapp war das Duell hinter ihm: Zwischen Meillard und Odermatt lag nur eine Hundertstelsekunde. Für den weiteren Weltcup ist das ein erster Hinweis auf die erwartete Dichte an der Spitze, aber noch keine Vorentscheidung. Ein einzelner Saisonauftakt erlaubt keine belastbare Prognose für die Gesamtwertung; Strecke, Schneebedingungen und Kurssetzung verändern die Kräfteverhältnisse von Rennen zu Rennen.
Das Wochenende in Sölden hatte bereits mit einem starken deutschen Ergebnis begonnen: Emma Aicher erreichte im Frauen-Riesenslalom das Podium. Den Bericht dazu gibt es bei kicksider.de unter Emma Aicher fährt in Sölden aufs Podest. Die Übersicht zum Weltcup-Auftakt in Sölden ordnet außerdem Programm und Rahmenbedingungen des Wochenendes ein.
Die wichtigste Erkenntnis für den DSV lautet daher: Gratz besitzt zum Saisonstart direkten Anschluss an die erweiterte Weltspitze. Ob daraus regelmäßig Top-Sechs-Plätze werden, müssen die nächsten Riesenslaloms zeigen.
Archivfoto: Lucas Pinheiro Braathen am 27. Februar 2026 in Brasília. Foto: Ricardo Stuckert / PR / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Für das 16:9-Format zugeschnitten und technisch optimiert.
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