Mainz – Bremen 2:3: Füllkrug trifft doppelt und jagt Völlers Serie
Niclas Füllkrug verwandelt zwei Elfmeter, Werder gewinnt 3:2 in Mainz. Was die Serie, der Völler-Vergleich und Platz sechs bedeuten.

Werder Bremen hat beim 1. FSV Mainz 05 mit 3:2 gewonnen und sich damit nach sieben Spieltagen auf Rang sechs der Bundesliga geschoben. Niclas Füllkrug verwandelte zwei Elfmeter in der ersten Halbzeit, Ludovit Reis erzielte nach der Pause das dritte Bremer Tor.
Wie kicksider.de unter Berufung auf den offiziellen Bundesliga-Spielbericht berichtet, traf Füllkrug in der 7. und 25. Minute vom Punkt. Anthony Caci verkürzte für Mainz in der 33. Minute, ehe Reis in der 61. Minute auf 3:1 stellte. Jae-Sung Lee machte die Schlussphase mit seinem Treffer zwei Minuten später wieder offen, doch Bremen brachte den Vorsprung ins Ziel.
Füllkrug entscheidet das Spiel vom Elfmeterpunkt
Der erste Strafstoß entstand, nachdem Stefan Posch den nachsetzenden Arthur im Strafraum foulte. Beim zweiten Elfmeter wurde Marco Grüll von Danny da Costa getroffen. Füllkrug verwandelte beide Strafstöße sicher und legte damit die Grundlage für Werders ersten Auswärtssieg dieser Saison.
Die zwei Treffer müssen zugleich sauber eingeordnet werden: Beide fielen nach Fouls im Strafraum und nicht aus dem laufenden Spiel. Das schmälert ihre Bedeutung für den Spielausgang nicht, zeigt aber, warum die reine Torzahl allein noch keine vollständige Beschreibung der Angriffsleistung liefert. Mainz kam nach dem 0:2 zurück, hatte nach Angaben der Bundesliga ein Chancenplus und zwang Bremen bis zum Ende zu konzentrierter Defensivarbeit.
Der Sieg ist die Fortsetzung einer Entwicklung, die sich bereits vor der Partie abzeichnete. In unserem Vorbericht zu Füllkrugs Serie vor dem Mainz-Spiel ging es um sechs Tore in sechs Einsätzen. Nach dem Doppelpack steht der 33-Jährige nun bei acht Saisontoren nach sieben Spieltagen.
Wie nah ist Füllkrug am Werder-Rekord von Rudi Völler?
Füllkrug hat in sechs Bundesligaspielen in Folge getroffen. Der offizielle Werder-Bericht ordnet die Serie mit Blick auf Rudi Völler ein: Der frühere Nationalstürmer traf in der Saison 1982/83 in sieben Ligaspielen nacheinander. Füllkrug kann diese vereinsinterne Marke damit im nächsten Bundesligaspiel gegen Hoffenheim einstellen.
Das ist ein nützlicherer Vergleich als eine lose Rekordbehauptung, denn die Bedingungen bleiben klar: Gemeint sind aufeinanderfolgende Bundesligaspiele mit mindestens einem Tor für Werder. Die zwei Elfmeter in Mainz zählen dabei genauso wie Treffer aus dem offenen Spiel. Eine mögliche Rückkehr in die Nationalmannschaft lässt sich daraus trotzdem nicht ableiten; dafür entscheidet der Bundestrainer neben der Quote auch nach Rolle, Alter, Belastbarkeit und taktischem Bedarf.
Was das 3:2 für die Tabelle bedeutet
Werder steht nach sieben Spielen bei zwölf Punkten und einem Torverhältnis von 15:14. Damit liegt Bremen auf Platz sechs, während Mainz mit zehn Punkten auf Rang sieben folgt. Der Abstand zwischen beiden Teams beträgt nun zwei Punkte. Die Tabelle bleibt allerdings eng: Leipzig steht ebenfalls bei zwölf Punkten, Leverkusen hatte zum Zeitpunkt der Kontrolle ein Spiel weniger und 13 Zähler.
Für Bremen ist deshalb vor allem die Kombination aus Ergebnis und Verlauf wichtig. Die Mannschaft verteidigte erstmals in dieser Saison auswärts eine Führung bis zum Schlusspfiff, obwohl Mainz nach dem 2:3 noch Druck entwickelte. Zugleich zeigt das knappe Ende, dass der Weg in die Spitzengruppe nicht allein von Füllkrugs Torserie abhängen darf. Gegen Hoffenheim wird entscheidend, ob Werder neben dem Strafraumspiel auch aus dem laufenden Angriff mehr klare Abschlüsse erzeugt.
Das 3:2 ist ein Fortschritt, aber kein Beweis für dauerhafte Stabilität: Zwei verwandelte Elfmeter, ein wichtiger Reis-Treffer und eine belastbare Schlussphase reichten diesmal. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob Bremen diese Effizienz wiederholen kann.
Archivfoto: Niclas Füllkrug im Werder-Trikot 2021. Foto: Silesia711 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
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