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St. Pauli schlägt Karlsruhe 2:0: Zwei aberkannte KSC-Tore, klare Konsequenzen

St. Pauli gewinnt 2:0 gegen Karlsruhe. Ceesay und Ritzka treffen, zwei KSC-Tore zählen nicht – doch die Probleme reichen tiefer als die Entscheidungen.

Millerntor-Stadion in Hamburg – Archivbild
Archivfoto: Millerntor-Stadion in Hamburg am 4. Juni 2023. Foto: Andrzej Otrębski / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Nicht vom Spiel am 11. Oktober 2026.

Der FC St. Pauli hat den Karlsruher SC mit 2:0 besiegt und den Druck auf die Badener in der 2. Bundesliga erhöht. Abdoulie Ceesay traf in der 32. Minute, Lars Ritzka erhöhte kurz nach der Pause auf 2:0. Vor 29.546 Zuschauern am ausverkauften Millerntor blieben zwei Karlsruher Treffer ohne Anerkennung.

Wie kicksider.de unter Berufung auf den offiziellen KSC-Spielbericht berichtet, stellte Trainer Maximilian Senft erstmals auf eine Fünferkette und ein 5-2-1-2 um. Das veränderte die Grundordnung, beseitigte aber weder die Fehler im Aufbau noch die Probleme nach Ballverlusten.

Warum St. Paulis Führung kein Zufall war

Der erste Treffer entstand genau aus dieser Schwäche. St. Pauli gewann den Ball im Zentrum, Connor Metcalfe trieb den Umschaltangriff an und bediente Ceesay. Der Angreifer schloss aus halbrechter Position ins kurze Eck ab. St. Pauli nutzte den Raum hinter Karlsruhes Ballverlust schneller, als sich die neue Abwehrreihe sortieren konnte.

Karlsruhe hatte davor allerdings selbst getroffen: Christoph Kobalds Kopfball nach einer Ecke wurde wegen eines zuvor gepfiffenen Fouls von Sandro an Eric Smith nicht gewertet. Die Entscheidung fiel unmittelbar und nicht erst nach einem langen VAR-Eingriff. Damit gehört die Szene zur vollständigen Einordnung, sie ändert aber nichts daran, dass die Gastgeber in der ersten Hälfte mehr klare Abschlusssituationen erarbeiteten.

Nach dem Seitenwechsel entschied eine Standardsituation die Partie. Smith brachte einen Freistoß scharf vor das Tor, Ritzka verlängerte den Ball ins lange Eck. Das 2:0 in der 51. Minute zwang den KSC zu mehr Risiko. Nur drei Minuten später verhinderte St.-Pauli-Torwart Ben Voll gegen Shio Fukuda den möglichen Anschlusstreffer.

Zwei aberkannte Tore erklären nicht die gesamte KSC-Krise

In der 83. Minute traf Lilian Egloff zum vermeintlichen 2:1. Nach der Überprüfung blieb die Abseitsentscheidung gegen Kevin Wiethaup bestehen. Zwei Karlsruher Treffer wurden damit aberkannt, doch die Daten und der Spielverlauf sprechen gegen eine reine Pech-Erzählung: Der KSC blieb zum dritten Mal nacheinander ohne anerkanntes Tor und kassierte die vierte Niederlage aus den vergangenen fünf Spielen.

Der Sportschau-Liveticker bestätigt Tore, Minuten und den VAR-Ablauf. Auch das DFB-Datencenter führt die Partie als 2:0 am 11. Oktober 2026, und die offizielle Ligazusammenfassung nennt Ceesay und Ritzka als Torschützen.

Die Fünferkette gab Karlsruhe mehr Personal in der letzten Linie, aber sie konnte das Zentrum bei Ballverlusten nicht zuverlässig schließen. St. Pauli fand besonders über Umschaltmomente und Standards die gefährlicheren Wege. Für Senft ist deshalb nicht nur die Formation die Baustelle: Der Aufbau muss unter Druck sauberer werden, und im Strafraum fehlen verwertete Abschlüsse.

St. Pauli stabilisiert sich mit dem Heimsieg nach zwei Unentschieden. Karlsruhe bleibt bei fünf Punkten aus sieben Spielen und steht vor dem Heimspiel gegen Darmstadt 98 am 18. Oktober unter Ergebnisdruck. Der nächste Schritt muss ein anerkanntes Tor sein; Diskussionen über die beiden Entscheidungen ersetzen keine Verbesserung im letzten Drittel.

Der Blick auf die Liga zeigt zugleich, wie schnell sich Abstände früh in der Saison verschieben. Einen weiteren aktuellen Spielbericht mit Tabellenkontext gibt es bei kicksider.de zum 2:1 von Hertha BSC gegen Greuther Fürth.

Archivfoto: Millerntor-Stadion in Hamburg am 4. Juni 2023; nicht vom Spiel gegen Karlsruhe am 11. Oktober 2026. Foto: Andrzej Otrębski / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; zugeschnitten und komprimiert.

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