Zum Inhalt springen
KicksiderSport. Hinter dem Ergebnis.
Motorsport

FIM hält Sperren gegen Russland und Belarus aufrecht: Das sind die Folgen

Die FIM bestätigt den Ausschluss russischer und belarussischer Fahrer, Teams und Funktionäre. Was der Beschluss für Wettbewerbe und Lizenzen bedeutet.

Motocross-Fahrer bei einer FIM-Meisterschaft – Archivfoto
Archivfoto: Zazaa Mongolia / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Der Motorrad-Weltverband FIM hält seine seit März 2022 geltenden Maßnahmen gegen Russland und Belarus aufrecht. Das bestätigte der Verband nach seiner Vorstandssitzung in Agadir. Damit bleibt die Teilnahme russischer und belarussischer Fahrer, Teams und Funktionäre an FIM-Veranstaltungen bis auf Weiteres ausgeschlossen.

Wie die Redaktion von kicksider.de nach Prüfung der offiziellen FIM-Mitteilung einordnet, ist vor allem der Umfang entscheidend: Die Bestätigung betrifft nicht nur einzelne Fahrerlaubnisse, sondern FIM-Weltmeisterschaften, FIM-Prädikatsrennen und Verbandsaktivitäten. Die Entscheidung gilt ausdrücklich „bis auf Weiteres“; ein festes Enddatum nannte der Verband nicht.

Was die erneute Bestätigung praktisch bedeutet

Die FIM hatte ihre Beschlüsse erstmals bei einer außerordentlichen Sitzung am 5. März 2022 gefasst. Der Vorstand bekräftigte nun erneut, dass russische und belarussische Fahrer, Teams sowie Offizielle nicht teilnehmen dürfen. Für Veranstalter und nationale Verbände schafft das vorerst Planungssicherheit: Es gibt keinen neuen Zulassungsweg und keine in der Mitteilung genannte Neutralitätsregel.

Wichtig ist die Abgrenzung. Die FIM entscheidet innerhalb ihres eigenen Zuständigkeitsbereichs. Daraus folgt nicht automatisch, dass jede nationale oder nicht von der FIM sanktionierte Motorsportveranstaltung identische Regeln anwenden muss. Umgekehrt kann eine Lockerung anderer Sportorganisationen die FIM-Regeln nicht selbst außer Kraft setzen.

Warum die Formulierung „bis auf Weiteres“ relevant ist

Der Verband verbindet die Bestätigung mit dem Hinweis, die Entwicklung weiter zu beobachten und die Besonderheiten des Motorradsports zu berücksichtigen. Das ist keine angekündigte Lockerung, sondern eine offene Prüfformel. Für die Saisonplanung zählt daher allein der aktuelle Status: Die Sperren bleiben vollständig bestehen.

Der ukrainische Sportdienst Sport.ua griff die Entscheidung am 7. Oktober auf. In der ursprünglichen FIM-Mitteilung vom 28. September stehen neben der Ukraine-Frage auch Beschlüsse zu Sicherheitsstandards, Budgets und künftigen Meisterschaften. Für die sportliche Einordnung ist jedoch entscheidend, dass der Ausschluss als eigenständiger Beschluss bestätigt wurde.

Folgen für Kalender, Nennungen und Lizenzen

Solange der Beschluss gilt, müssen Teams und Fahrer bei Nennungen zu FIM-Wettbewerben mit dem unveränderten Ausschluss rechnen. Das betrifft die sportliche Zulassung, nicht bloß die Darstellung von Flaggen oder Hymnen. Wer die Strukturen der Rennserien besser einordnen möchte, findet im Überblick zu Motorsport-Serien und Lizenzwegen den Zusammenhang zwischen Verband, Meisterschaft und nationaler Lizenz.

Ein konkreter Termin für eine erneute Entscheidung fehlt. Deshalb wäre es verfrüht, aus der regelmäßigen Überprüfung bereits eine künftige Rückkehr abzuleiten. Verlässlich ist nur der derzeitige Stand: Fahrer, Teams und Offizielle aus beiden Ländern bleiben von den genannten FIM-Aktivitäten ausgeschlossen.

Archivfoto: Zazaa Mongolia / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Das Bild zeigt die FIM Asian Motocross Championship 2009 und nicht die Vorstandssitzung 2026.

Bleiben Sie bei den wichtigsten Sportnachrichten aus Deutschland und der Welt immer auf dem Laufenden. Lesen Sie täglich das unabhängige Sportmedium kicksider.de und verpassen Sie keine aktuellen Meldungen, Ergebnisse, Hintergründe und Entwicklungen aus der Welt des Sports.

Etwas stimmt nicht? Melde uns eine Korrektur.

Dein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert